Heart Failure Management | Keep It Pumping

Umgang mit Herzinsuffizienz

Zusätzlich zu Medikamenten schlägt Ihr Arzt Ihnen möglicherweise vor, bestimmte Aspekte Ihrer Lebensweise zu ändern. Unten finden Sie Tipps, die Ihnen im Umgang mit Herzinsuffizienz helfen können.

 

Flüssigkeiten reduzieren

Wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden, ist es möglich, dass Ihr Körper mehr Flüssigkeiten einbehält, als er aushalten kann. Man nennt das „Flüssigkeitsretention“ und Sie merken es am ehesten an Wassereinlagerungen im Körper. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen möglicherweise weniger zu trinken.

Generell sollten Sie höchstens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Dazu zählen alle Getränke, Eiswürfel und Flüssigkeit enthaltende Lebensmittel wie zum Beispiel Obst und Eiscreme.

Da Sie möglicherweise auch eine Wassertablette (Diuretikum) einnehmen, könnten Sie sehr durstig sein. Wiegen Sie sich jeden Tag zur selben Zeit, um Wassereinlagerungen frühzeitig zu erkennen.

 

Risikofaktor Salz

Wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden, ist es sehr wichtig, dass Sie wenig Salz essen, ein Teelöffel Salz pro Tag gilt als Faustregel. Salz (Natrium) führt dazu, dass sich in Ihrem Körper Flüssigkeit ansammelt. Wenn sich Wasser in Ihrem Körper ansammelt, ist es schwieriger für Ihr Herz, richtig zu pumpen. Infolgedessen kann sich in Ihrem Körper noch mehr Wasser einlagern.

Deshalb ist es wichtig, Ihr Essen so wenig wie möglich zu salzen. Versuchen Sie, anstelle von Salz Kräuter und Gewürze zu benutzen. Das sorgt auf gesündere Art für Geschmack.

Sie sollten überdies Nahrungsmittel vermeiden, die mit viel Salz zubereitet werden. Lesen Sie sich das Etikett durch, um zu sehen, wie viel Salz in Ihrem Essen ist. Wenn Sie drei Mahlzeiten pro Tag essen, sollte jede Mahlzeit zwischen 500 mg und 1000 mg Salz enthalten. Es folgen Beispiele für Nahrungsmittel mit hohem Salzgehalt:

  • Brot
  • Suppe
  • Käse
  • Gepökeltes Fleisch
  • Fertiggerichte
  • Nahrungsmittel aus der Dose, z.B. Bohnen
  • Gesalzene Nüsse
  • Salatsaucen

 

Gesunde Ernährung ist unerlässlich

Eine gesunde Ernährung beginnt mit den Entscheidungen, die Sie in Bezug auf Nahrungsmittel treffen. Treffen Sie stets eine gesunde Wahl, wenn Sie Lebensmittel einkaufen. Sie können sich auch beim Essengehen gesund ernähren, Sie müssen sich nur informieren. Eine Ernährungsberatung kann besonders zu Beginn sehr hilfreich sein.

Fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie gesund leben können. Es kann sein, dass es Ihnen hilft, öfter kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen, denn das Verdauen von kleineren Mengen, belastet Ihren Körper und Ihr Herz weniger.

 

Rauchen Sie nicht und begrenzen Sie Ihren Alkoholkonsum

Wenn Sie mit Herzinsuffizienz diagnostiziert worden sind, ist es wichtig, dass Sie nicht rauchen.

Menschen mit Herzinsuffizienz sollten ihren Alkoholkonsum einschränken. Zu viel Alkohol kann Ihren Blutdruck erhöhen und zu Problemen führen. Manche Menschen mit Herzinsuffizienz sollten alkoholische Getränke ganz vermeiden.

 

Bewegen Sie sich

Wie alle Muskeln tut es Ihrem Herzmuskel gut, trainiert zu werden. Selbst ein kurzer Spaziergang kann helfen. Falls Sie nicht gehen können, gibt es andere Wege aktiv zu bleiben. Bevor Sie eine Fitnessroutine beginnen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um sicherzustellen, dass es gesundheitlich kein Risiko darstellt.

Beginnen Sie langsam. Schon ein kleines bisschen Sport kann Ihnen dabei helfen, sich besser zu fühlen. Bewegung hilft dabei, Ihr Herz zu stärken, damit es Ihren Körper mit Blut versorgen kann. Sport hilft auch dabei, Ihr Gewicht und Ihren Blutdruck unter Kontrolle zu halten.

Wenn Sie aktiv bleiben, signalisiert Ihr Herz Ihrem Körper, Stoffe, sogenannte Glückshormone, freizusetzen, die ein Wohlgefühl auslösen. Sport kann Ihnen dabei helfen, positiv zu bleiben und neue Ziele zu erreichen.

 

Verausgaben Sie sich nicht

Es ist wichtig, auf Ihren Körper zu hören. Menschen mit Herzinsuffizienz sagen oft, sie haben nur eine begrenzte Menge Energie, wie eine Batterie. Es ist gut, sich zu überlegen, wie viel Energie Sie haben, und zu planen, wie Sie sie den Tag über einsetzen. Setzen Sie jene Aktivitäten an erste Stelle, die Ihnen am wichtigsten sind.

 

Der Wert eines Hilfsnetzwerks

Ihr Herzinsuffizienz-Team kann Ihnen helfen, Ihre Sorgen, Ängste und die Last der Entscheidungsfindung und Planung zu mindern.
Zu Ihrem Team können Ihre Ärzte, andere Betreuer, Ihre Familie und Freunde gehören. Es können auch Menschen sein, die Sie in Ihrem Alltag regelmäßig sehen.

Seien Sie offen und ehrlich, was Ihre Gefühle angeht. Es ist wichtig, dass Sie den anderen Mitgliedern in Ihrem Team helfen, zu verstehen, wie Sie sich fühlen und was Sie durchmachen. Dadurch sind sie in der Lage, Sie besser zu unterstützen.
Auch der Austausch mit anderen Betroffenen, kann eine große Hilfe für Sie im Umgang mit Ihrer Herzinsuffizienz sein.